trasculture der Weg zum wir

Fragen & Antworten

Es gibt heute schon sehr viele Angebote für interkulturelle Konfliktbearbeitung. Was ist anders am transkulturellen Ansatz?

Um mit den verschiedenen kulturellen Eigenheiten, denen wir täglich am Arbeitsplatz oder unserem persönlichen Umfeld begegnen, einen effizienten Umgang zu finden, ist es ratsam, einen gemeinsamen Nenner zu suchen

Die transkulturelle Sichtweise unterstützt diesen Prozess indem sie

Innere Zensoren können den Zugang zu vielen entscheidenden Grundhaltungen blockieren, sowohl bei uns selbst als auch bei Projektionen auf andere. Deshalb postuliert die transkulturelle Methode eine Überprüfung und Analyse der eigenen Glaubenssysteme und Überzeugungen. Die so gewonnenen Informationen und Einsichten können uns helfen, in einem multikulturellen Umfeld schneller Verständigung und Einigung zu erzielen. Dank dieser Methode erschliessen sich uns wichtige Ressourcen, die uns in herausfordernden Situationen dienlich sein können.

Warum ist Transkultur wichtig?

Mit der Entwicklung einer transkulturellen Denkweise lernen wir strategisch angesetzte Interventionen kennen, die zur Aufdeckung demotivierender Faktoren in Teams führen können. Sie hilft uns, ganz wesentlich zwischen Empathie und Selbstbehauptung, Rang und Respekt zu unterscheiden. Dieser Ansatz, der sich am Einzelnen orientiert, ermöglicht eine ehrliche Auseinandersetzung mit unseren vorgefassten Meinungen sowie sozialen Konventionen, die eine echte Begegnung zwischen Menschen behindern.

Birgt der transkulturelle Ansatz nicht die Gefahr, wichtige kulturelle Eigenheiten ausser Acht zu lassen?

Die transkulturelle Strategie zielt keineswegs auf die Marginalisation kultureller Eigenschaften oder eine Verharmlosung ihrer Dynamiken. Vielmehr geht es um den Entwurf möglicher Taktiken. Diese können erst entwickelt werden, wenn ein produktives Fundament gelegt ist. Das bedeutet, uns muss klar werden

Deshalb ist es wichtig, dass in Trainings Auseinandersetzungen mit den reellen vorhandenen Kulturen stattfinden und nicht auf „Platzhalter“-Kulturen ausgewichen wird

Wenn jede Kultur anders ist, was könnte ihnen allen gemein sein?

Der transkulturelle Ansatz basiert auf der Tatsache, dass das Gehirn bei uns allen gleich funktioniert. Wenn wir die Prozesse und Funktionsweisen des Gehirns im Bereich zwischenmenschlicher Beziehungen verstehen lernen, verfügen wir über wichtige Ressourcen in der sozialen Interaktion.

Empathie ist eine grundlegende, uns allen gemeinsame Fähigkeit. Die Aktivierung unseres Empathievermögens kann dazu beitragen, dass die kulturellen Unterschiede weniger betont und dadurch nicht strategisch benutzt werden.

Über die individuelle Ebene können wir entweder den Aspekt der Kultur – und damit die Unterschiede- oder den der Transkultur – und damit die Gemeinsamkeiten - in den Vordergrund stellen.

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